Pille absetzen: Eure Erfahrungsberichte

“Die Pille abzusetzen war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.” Nicht nur meine Meinung, sondern auch die vieler weiterer junger Frauen. Wieso, weshalb, warum? Vor einigen Wochen habe ich meine Leserinnen auf Instagram gefragt, ob sie ihre Erfahrungsberichte zum Absetzen der Pille teilen möchten. Niemals hätte ich mit so viel Resonanz gerechnet, das muss ich euch gestehen. Umso mehr hat es mich natürlich gefreut, dass sich so so viele junge Frauen beteiligt haben und mit UNS ihre Erfahrungsberichte zur Pille und warum sie diese abgesetzt haben, teilen. Es ist so wichtig, dass wir darüber sprechen und uns austauschen – deshalb nehmt euch genug  Zeit und lest euch die Erzählungen gewissenhaft und in Ruhe durch. Ihr könnt eure Gedanken sehr gerne in den Kommentaren unter dem Beitrag hinterlassen. 🙂

Meine Meinung zur Pille findet ihr in diesem Beitrag, wo ich über das Absetzen der Pille und meine Alternative spreche oder hier, wo ich euch 10 Gründe, warum ihr die Pille absetzen solltet, aufzähle.

Und los geht’s mit den Erfahrungsberichten toller junger Frauen – DANKE, dass ihr euch die Zeit genommen habt und eure Meinung mit uns teilt.
An dieser Stelle muss ich auch noch kurz erwähnen, dass dieser Beitrag lediglich die Meinungen und Erfahrungen junger Frauen demonstriert und zum Nachdenken anregen soll, jedoch keine ärztliche Meinung ersetzt!

  Pille absetzen – Eure Erfahrungen

     Warum hast du die Pille abgesetzt?

Ich habe die Pille schlussendlich im Mai 2017 absetzten müssen, da sie mir fast mein Leben gekostet hat. Obwohl ich immer viel Sport betrieben habe, mich gesund ernährte und weder geraucht noch übermäßig viel Alkohol getrunken habe, hat die Pille eine Thrombose im linken Bein ausgelöst. Diese bemerkte ich jedoch vorerst nicht. Beim Joggen viel mir lediglich auf, dass ich immer schwacher wurde und weniger Luft bekam. Ca. 2-3 Wochen danach bemerkte ich begleitend dazu noch Herzschmerzen. Zwei Tage darauf musste mich meine Mama von der Schule holen, da ich kaum noch gehen konnte, weil sich rund um meinen Brustbereich bis runter zu den Rippen alles verkrampfte und enorm gestochen und geschmerzt hat. Zuhause angekommen ging ich zum Doktor, welcher mich kaum ernst nahm und maximal eine leichte Lungenentzündung vermutete und mich mit ein paar Tabletten wieder heimschickte.

Am selben Abend lag ich im Bett und bekam keine Luft mehr. Ich konnte mich nicht mehr bewegen und brach beim Versuch aufzustehen sofort zusammen. Ich hatte das Gefühl, einen Herzinfarkt zu erleben, da sich mein Herz so schlimm verkrampfte und ich nicht mehr atmen konnte. In diesen Stunden erlitt ich wortwörtlich Höllenqualen. Im LKH Gmunden stellte sich nach etlichen Untersuchungen heraus, dass ich eine Lungenembolie hatte und wenn ich lt. dem Oberarzt nur eine halbe Stunde später eingeliefert wurde, gestorben wäre. Meine beiden Lungen waren voller Blut, was erklärt, dass ich keine Luft mehr bekommen habe und mein Herz konnte das alles durch die „Verstopfung“ in den Lungen nicht mehr mitmachen. „Ein Wunder, dass Sie noch keinen Schlaganfall bekommen haben“, meinte der Arzt. Es folgte eine Woche auf der Intensivüberwachung und eine zusätzliche Woche in der normalen Abteilung.

Vier Tage durfte ich mich gar nicht bewegen oder Aufstehen, da noch immer die Gefahr bestand, einen Schlaganfall zu bekommen, wenn ich aufrecht stehen würde. Ich hatte wochenlang starke Schmerzen, konnte erst langsam wieder Kondition aufbauen, sogar minimales Spazieren forderte mich in den ersten Wochen extrem. Und wie sich nach den Untersuchungen herausstellte – ALLES WEGEN DER PILLE. Natürlich musste ich diese noch am ersten Tag im KH absetzen und darf lebenslang auf kein Verhütungsmittel mit Hormonen zurückgreifen, was ich sowieso für kein Geld der Welt machen würde! Außerdem musste ich ein Jahr lang Blutverdünnungstabletten nehmen, um einen erneuten Vorfall zu verhindern, da ja die Pille sozugsagen „noch im Körper war“. Was meiner Meinung nach echt krank ist à die erste Frage als ich keine Luft bekam, mich vor Herzverkrampfungen nicht mehr bewegen konnte war: „Nehmen Sie die Pille?“ Wie schlimm ist das denn, jeder anscheinend genau weiß, was dieses „Zuckerl“ alles bewirken kann und trotzdem wird es SOOOO leichtherzig an junge, unwissende Mädels verschrieben???

In den Nebenwirkungen wird oft beschrieben „minimales Risiko einer Thrombose“ (und dies meist nur in Kombination mit Rauchen, etc.) Blödsinn! Auch wenn es vielleicht eine Chance von 1:100 000 ist, das dies eintritt, ist es wahnsinnig, junge Mädchen diesbezüglich nicht besser aufzuklären und ihnen einfach „das Zuckerl, welches ja eh jeder schluckt, zu verschreiben“.

     Was hat sich seit dem Absetzen der Pille verändert?

Vorerst hat sich mein Hautbild klar verschlechtert, was sich aber nach einem knappen dreiviertel Jahr wieder gut eingependelt hat. Bei den Haaren konnte ich kaum eine Veränderung feststellen, von Haarausfall (wie es so oft heißt) schon gar nichts. Viel mehr ist mir aufgefallen, dass ich nach einigen Wochen viel viel viel weniger genervt von allem war und alles gelassener nahm. Außerdem hatte ich in der „Endphase“ meiner Pillenzeit ein ständiges Kopfstechen, welches seitdem wie verschwunden ist! Bezüglich den Periodenschmerzen/krämpfen habe ich mich weder vor noch nach der Pille beschweren könne, da diese bei mir immer echt tragbar waren. Natürlich hat es einige Zeit gedauert, bis sich alles bezüglich Regelmäßigkeit etc. wieder eingependelt hat, aber das ist meiner Meinung nach verständlich.

     Hast du eine Alternative gefunden?

Seit knapp 4 Monaten habe ich die Kupferspirale, welche völlig ohne Hormonen funktioniert und mit welcher ich total zufrieden bin. Das Einsetzen tat nur ein wenig weh (zum Aushalten!) und die Periode ist seitdem um 1-2 Tage länger. Außerdem habe ich seitdem minimal mehr „Periodenkrämpfe“, aber auf dies sollte (MUSS?!) sowieso beim Aufklärungsgespräch mit dem Frauenarzt hingewiesen werden. Ansonsten ist sie meiner Meinung nach super praktisch und mega unkompliziert, vor allem in einer Beziehung.

Das möchte ich Euch mitgeben

Lasst euch GENAU informieren, welche Nebenwirkungen diese mit sich bringt und handelt nicht nach dem Prinzip „wird bei mir schon nicht so sein!“. Stellt Fragen, denn dazu ist der Frauenarzt ja da und er sollte auch im jungen Alter Alternativmethoden vorschlagen können, wenn diese gewünscht sind. Überlegt euch genau, was genau ihr eurem Körper mit der täglichen Einnahme eigentlich vorgaukelt und bitte, bitte nicht aus Gruppenzwang einfach verschreiben lassen um „dazuzugehören“!!


     Warum hast du die Pille abgesetzt?

Mit dem Thema des Absetzens der Pille hab ich mich die letzten 2-3 Jahre immer intensiver auseinander gesetzt. Ich hab mich genauer informiert, was ich eigentlich täglich schlucke. Und ganz ehrlich, ich war geschockt. Als ich angefangen hatte etwas genauer hinzuschauen, wurde mir schnell klar, dass ich weg von der Pille möchte. Mit genauer hinschauen meine ich die Packungsbeilage mit den seitenlangen Nebenwirkungen, die die Anti-Babypille mit sich bringt. Von Gewichtszunahme, über Stimmungsschwankungen, Lipido-Verlust bis hin zu erhöhtem Tromboserisiko ist alles dabei. Klar, die Pille hat auch positive Nebenwirkungen wie die Verbesserung der Haut beispielsweise. Aber ist es das wert, seinen Körper den anderen Risiken auszusetzen?

Ich habe darauf für mich eine ganz klare Antwort gefunden. Nein. Ich nahm seit ich 16 Jahre alt bin, also mittlerweile wären es knappe 8 Jahre, die Pille. Auch ich hab sie damals von meiner Frauenärztin „ganz nebenbei“ verschrieben bekommen, ohne richtig darüber aufgeklärt worden zu sein. Damals hab ich das Ganze auch nicht hinterfragt, war nur froh, geschützten Sex haben zu können und den Side-Effekt der guten Haut, der kam mir mit 16 Jahren auch zu Gute.

Vor knapp einem Jahr hab ich mich dann jedoch dafür entschieden, die Pille abzusetzen und meinem Körper eine Auszeit von jeglichen Hormonen zu geben. Der Grund war ganz einfach: ich wollte einfach nicht weiterhin Hormone zu mir nehmen und meinen Körper mal so kennenlernen, wie er eigentlich ist. Hinzu kam noch, dass ich in dieser Zeit ungewöhnlich starke Wassereinlagerungen hatte und ich öfter gelesen hatte, dass auch dafür die Pille ein Grund sein könnte.

     Was hat sich seit dem Absetzen der Pille verändert?

Die erste Veränderung kam bereits im ersten Monat: meine Tage blieben komplett aus. Auch die Monate danach blieben sie aus. Erst 7 Monate und mehrere Schwangerschaftstests später hab ich meine Tage das erste Mal wieder bekommen. Noch nicht regelmäßig, aber wenigstens hat mein Körper angefangen, seinen eigenen Zyklus wieder zu finden. Jetzt, knapp 1 Jahr nach dem Absetzen, hab ich sie meist regelmäßig. Meine Tage sind seit dem Absetzen anders. Anders vor allem hinsichtlich meiner Gefühlslage. Ich merke mittlerweile ganz genau, wann ich meine Tage bekomme. 2-3 Tage vorher wird meine Haut noch schlechter, als sie bereits eh schon ist (dazu gleich mehr) und meine Gefühlslage passt sich dem ebenfalls an. Ich bin gereizter und antriebslos. Während meinen Tagen habe ich jedoch keine Schmerzen o.Ä.. Damit hatte ich aber zuvor auch nie zu kämpfen. Ansonsten muss ich ehrlicherweise sagen, dass ich nicht DIE erhofften positiven Veränderungen spüre oder gespürt habe. Klar, der Gedanke, dass man hormonfrei ist, ist für mich total befreiend und fühlt sich gut an. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich auch nie wirklich seelische oder körperliche Probleme mit der Pille direkt hatte.

Somit hat sich bei nicht viel verändert, bis auf meine Haut. Die ersten drei Monate nach dem Absetzen hatte ich noch reine Haut und hatte mich dann schon gefreut, dass auch meine Haut sich nicht sonderlich verändern wird. Zu früh gefreut. Nach ca. 4-5 Monaten hat es angefangen mit der schlechten Haut. Die Pickel und die leichte (bis hin zu wirklich schlimmen Phasen) Akne war da. Kein schönes Gefühl, denn die Pickel sind meist auch mit Schmerzen zu tun, sofern sie sich entzünden. Ich habe leider bis heute damit richtig zu kämpfen, natürlich auch psychisch. Wer erinnert sich mit 23 gerne an seine Haut mit 16 zurück? Zugegeben auch mein Selbstbewusstsein hat sich seither stark verändert. Ich hatte nie wirklich Probleme mit meiner Haut, auch nicht in der Pubertät. Klar hatte ich den ein oder anderen Pickel, aber nie hatte ich einen Streuselkuchen, wie ich ihn im letzten Jahr des Öfteren hatte. Ich habe viel probiert. Von Produkten über Kosmetikerinnen bis hin zu Antibiotikum und hoffe, dass ich so langsam aber sicher auf den richtigen Weg geraten bin, damit meine Haut wieder regeneriert. Damit möchte ich aber keinenfalls sagen, dass ich das Absetzen der Pille bereue oder Ähnliches – ich bin trotz allem der Meinung, dass eine schlechte Haut besser ist als sich täglich Hormone einzuwerfen. Der Haut muss man einfach Zeit geben. Wie heißt es so schön? Abwarten und Tee trinken.

     Hast du eine Alternative gefunden?

Diesen Punkt kann ich euch eigentlich kurz und knapp beantworten: Mit Kondom. Sonst nichts. Ich habe mich von Anfang an dafür entschieden, meinem Körper eine Pause zu geben, eine Pause von allem.

Nachdem dann auch noch meine Haut so schlecht wurde, möchte ich erstmal diese in den Griff bekommen. Aber keine Angst, auch Kondome sind bei der richtigen Anwendung und der gebotenen Vorsicht eine sichere Verhütungsmethode…

Das möchte ich Euch mitgeben

Letztendlich bin ich mit meiner Entscheidung die Pille abgesetzt zu haben glücklich. Glücklich, dass ich keine Hormone mehr nehme und meinen Körper nicht unnötigen Risiken aussetze. Und auch meine Haut wird sich irgendwann wieder erholen und bis dahin komme ich damit klar.

Wenn ihr also die Pille absetzen wollt, nur Mut. Besprecht das mit eurer Frauenärztin und eurem Partner, informiert euch über Alternativen und gönnt eurem Körper eine Zeit ohne Hormone.


     Warum hast du die Pille abgesetzt?

Eigentlich wollte ich die Pille bewusst nie absetzten beziehungsweise hatte es nicht vor, aber plötzlich ging es mir ziemlich schlecht, von Tag zu Tag wurde zuerst mein Gemütszustand schlechter, ich verlor die Freude an vielen Dinge, wurde ziemlich weinerlich, was sich besonders auf der Arbeit {damals habe ich im Nachtdienst im betreuten Wohnung für junge Mütter gearbeitet} bemerkbar gemacht hat.

Ich habe versucht, meine Gefühle so gut wie möglich zu verstecken, mir nichts anmerken zu lassen, dass ich ziemlich am Boden war, merkte wie ich, eine Art Depression abrutschte. Auch die ständige Müdigkeit, die sich nach und nach einschlich, ignorierte ich, wusste ich da noch nicht, woher sie kommen mag. Doch dann, eines Abends, ich lag endlich mal entspannt auf dem Sofa, fing mein gesamter Körper an zu jucken, besonders schlimm an den Armen. Ich dachte mir nicht viel dabei, kratzte mich einige Male, aber der Juckreiz wurde immer schlimmer und ich schaute mit meine Arme, die unter einem dicken Pullover versteckt waren, genauer an. Über und über waren sie mit Pusteln versehen, kleine wie auch große zierten meine Arme, übers Schlüsselbein, bis zum Dekolleté und auch die Oberschenkel waren mit roten Flecken versehen. Der erste Weg führte mich natürlich zum Hautarzt, bei dem ich Anfang und Ende der Woche zum Gespräch war. Erst fand sie nichts, konnte sich diesen großflächigen Ausschlag, der zum Glück immer weniger Pusteln zierte, nicht erklären – ein Bluttest stand an.

Am Freitag in derselben Woche bekam ich das Ergebnis – Blutwerte schließen auf nichts hin, was in den Bereich der Dermatologie fällt aber meine Blutwerte gerade die Leberwerte sehen auffällig und für Zweitens sogar schlecht aus. Einige zeitlang durchlöcherte mich die Hautärztin, was ich überaus lobenswert fand und immer noch finde. Sie wälzte Bücher und dann fiel das Stichwort: „Nehmen Sie die Pille?“ Danach übernahm mein Gynäkologe und ziemlich schnell wurde klar, die Pille muss abgesetzt werden.

     Hast du eine Alternative gefunden?

Die Alternative war schnell gefunden – nach 3 Jahren Pille kam die Kupferkette Gynefix ein Jahr später zum Einsatz, welche ich im März 2019 nach 5 Jahren „Mindestlaufzeit“ entfernt habe. Da ich nicht nur auf die Inhaltsstoffe der Pille sondern auch eine Hormonallergie habe, also mein Körper eigenständig zu viele Hormone produziert, war diese Kupferkette welche anders als die Spirale nämlich anstatt Hormone  eine kleine Menge Kupfer abgibt, ideal. Und ich bin mehr als zufrieden, dass ich diese Entscheidung getroffen habe.

Das möchte ich Euch mitgeben

In den Jahren nach der Pille welche in meinem Fall übrigens nur die Minipille war, habe ich mich oft mit Freunden, Bekannten und oder Kollegen über dieses Thema unterhalten, die Meisten haben ähnliche Erfahrungen gemacht aber alle kamen zum selben Entschluss – Pille? Nein danke! Ich würde gerade jungen Mädchen raten, sich mit dem Gynäkologen sehr intensiv über das Thema hormonfreie Verhütung zu unterhalten, denn auch eine Kupferkette kann, gerade bei jungen Frauen unter 20 Jahren von der Kasse übernommen, auch darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten der Bezuschussung.


     Warum hast du die Pille abgesetzt?

Alles fing vor ungefähr 6-7 Jahren an. Ich kam mit meinem Freund zusammen und fuhr das erste Mal in meinem Leben richtig in den Urlaub. Jedoch bemerkte ich immer wieder, dass ich starke Magen-Darm Probleme bekomme.
Gerade im Urlaub wurden sie fast unaushaltbar. Diese Probleme wurden so stark, dass sie mich immer mehr in meinem Leben beschränkten. Vor jedem größeren Ereignis, aber dann auch immer mehr im Alltag, musste ich mich Tage lang Fragen, ob ich das schaffen werde und was ich mache, wenn es doch nicht geht. Zum Schluss hatte ich immer einen Beutel mit Medikamenten für den Notfall dabei. Ich rannte von Arzt zu Arzt und machte gefühlt tausende Untersuchungen wie Magen- und Darmspiegelungen, Unverträglichkeitstests, führte Tagebuch, ging zur Ernährungsberatung und spielte schon mit dem Gedanken einen Psychologen aufzusuchen, denn die Diagnose blieb die gleiche, ich war angeblich „kerngesund“. Die Ärzte wussten nicht woher meine Probleme kamen und diagnostizierten mir immer wieder einen Reizdarm. Reizdarm, was als letzte Diagnose gewählt wird, wenn keine richtige Ursache des Problems gefunden wird und man denkt, dass auch die Psyche im Spiel ist. Da ich mich selbst auch immer mehr informierte und nicht mehr so eingeschränkt leben wollte, las ich, dass die Pille sehr viel beeinflusst und somit stand als letzte Möglichkeit für mich fest, die Pille abzusetzen.

     Was hat sich seit dem Absetzen der Pille verändert?

Als erstes habe ich gar nichts gemerkt. Ich dachte die ganze Zeit daran, dass ich doch einen Hinweis, irgendwas kleines mitbekommen muss. Aber es tat sich nichts, außer das meine Menstruationsschmerzen immer doller wurden. So schlimm, dass ich Kreislaufbeschwerden bekommen habe und überlegt habe, ob es das Richtige war die Pille abzusetzen. In Rücksprache mit meinen Ärzten, sei es wohl auch der letzte Ausweg gewesen. Da das natürlich nicht reichte, fingen meine Haare schneller an fettig zu werden und meine Haut ist sehr viel unreiner geworden. Jedoch habe ich gemerkt, dass ich abends weniger müde bin. Tatsächlich wurde ich auch schon öfter angesprochen, dass es anderen auch schon aufgefallen ist, dass ich wacher bin. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich innerlich viel ruhiger und ausgeglichener geworden bin. Sachen, die mich schnell gestresst haben, nehme ich viel leichter und ich lasse alles viel mehr auf mich zukommen. Aber ich bin auch sehr emotional. Das war ich schon immer, aber ich finde in der einen oder anderen Situation, gerade bei Filmen rollen bei mir schneller die Tränen also sonst. Das mit meiner Haut ist jetzt nach 5 Monaten so mittelmäßig, jedoch bin ich immer noch nicht zufrieden. Meine Haare werden nicht mehr ganz so schnell fettig und ich habe sehr wenig Haarausfall.

     Hast du eine Alternative gefunden?

Meine Alternative ist wohl die bekannteste. Das Kondom. Ich habe damit kein Problem und finde die von Einhorn toll, die sehen nicht aus wie welche und lassen sich leicht bei DM kaufen. Mein Freund hat sich auch sehr daran gewöhnt und findet es nicht schlimm, da ich ihm erklärt habe, wieso wir das machen müssen. Als nächstes würde ich gerne einen Zyklusthermometer ausprobieren.
Bezüglich der Unterleibschmerzen habe ich auch eine Alternative für Schmerztabletten gefunden. Ein CBD Öl sowie Frauenmanteltee machen die Schmerzen viel geringer und auch eine Wärmflasche hilft mir sehr.

Mehr Infos über Lena’ Story findet ihr hier.


     Warum hast du die Pille abgesetzt?

Ich habe im Juni mit der Pille aufgehört, wegen einem Kinderwunsch. Die ersten Monate waren eigentlich okay, nur dass ich sehr starke Krämpfe während meiner Periode hatte und die auch oft wochenlang zu spät war. Ab November ging es mir zunehmend schlechter.
Ich nahm sehr schnell zu, meine Stimmungsschwankungen waren enorm und ich bekam ziemlich starke Akne.
Im Jänner ging ich dann zu meiner Frauenärztin, um zu schauen ob alles okay ist. Dort wurde festgestellt, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion und ein PCO Syndrom (Stoffwechselstörung) habe.
Seitdem bin ich in Behandlung durch Medikamente. Ich merke es geht mir besser und meine Haut wird jetzt durch eine Kosmetikerin irgendwie in Ordnung gebracht.


     Was hat sich bei dir seit dem Absetzen der Pille verändert?

Ich habe die Pille im Oktober abgesetzt, seither geht’s mir deutlich besser. Ich habe weniger Migräne (bzw. wirkt Schmerzmittel jetzt schneller und besser) und somit deutlich mehr Lebensqualität. Meine Haut ist so naja. Ich hatte trotz Pille unreine Haut und das ist jetzt etwas mehr geworden, aber damit kann ich leben. Und auch beziehungstechnisch ist es anders/besser geworden. Der Grund für’s Absetzen der Pille war bei mir ganz klar die Migräne.


     Warum hast du die Pille abgesetzt?

Ich habe vor einem Jahr mit der Pille aufgehört. Ich habe sie genommen seit ich 16 war und anfangs sind mir keine Nebenwirkungen aufgefallen. Da ich die Minipille hatte, hatte ich auch meine Tage nicht mehr, was mich auch nicht gestört hat. Die Nebenwirkungen sind mir erst aufgefallen, als ich mit meinem Freund vor 5 Jahren zusammengekommen bin – ich war ständig gereizt, fühlte mich nicht mehr wohl in meinem Körper und hatte eine komplett falsche ‚Körperwahrnehmung‘. Seit ich die Pille abgesetzt habe, geht es mir sehr gut – ich habe kaum noch Stimmungsschwankungen, bin nicht mehr gereizt und fühle mich wohl in meinem Körper. Ich hatte vergessen, dass es eigentlich nicht schlimm ist, wenn man seine Tage hat, sondern dass dies ja auch irgendwie als Entgiftung auf den Körper wirkt. Seit dem Absetzen der Pille habe ich auch keine Migräneattacken mehr. Das einzig negative ist, dass meine Haare nicht mehr ganz so dicht sind, aber mit dem kann ich gut leben.
Es war eindeutig die beste Entscheidung die Pille abzusetzen und kann dies jedem empfehlen!


     Was hat sich bei dir seit dem Absetzen der Pille verändert?

Ich habe vor ca. 3 Jahren die Pille abgesetzt – die beste Entscheidung meines Lebens. Ich hatte mit Stimmungsschwankungen und sehr sehr schlechter Haut rund um den Mund zu kämpfen. Ich war diese schlechte Laune überhaupt nicht von mir gewöhnt. Mit dem Absetzen der Pille hat sich mein seelischer Zustand extrem verbessert.
Als ich aufgehört habe, die Pille zu nehmen, habe ich mich viel wohler gefühlt. Meine depressiven Verstimmungen haben ein Ende gefunden. Natürlich weiß ich, dass dies nur Zufall sein kann, aber immerhin fühle ich mich besser seitdem. Und auch wenn viele meinen, dass die Pille die Haut besser mache, war’s bei mir genau umgekehrt. Ich würde mich freuen, wenn ich anderen Mädels mit meiner Erfahrung weiterhelfen könnte.


Anderen Mädels weiterhelfen? Das konnten die Mädels, die sich Zeit genommen haben, ihren Pillen-Erfahrungsbericht mit uns zu teilen, mit Sicherheit. Vielen Dank nochmal an alle, die sich an diesem Blogpost beteiligt haben und somit ein für ein bisschen mehr Aufklärung gesorgt haben. Ihr seid toll!

Sollte es noch weitere Fragen geben, dann scheut nicht, einfach einen Kommentar zu hinterlassen, mir eine E-Mail zu schreiben (piecesofmara@gmail.com) oder mich via Instagram (@piecesofmara) oder Facebook (Pieces of Mara) zu kontaktieren. 


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